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Deutsche Telekom: fast 50.000 überwachte Anschlüsse
// Caschys Blog
Heute veröffentlichte bereits der Berliner E-Mail-Dienst Posteo einen Transparenzbericht, um zu zeigen, wie oft Behörden Dateneinsicht verlangen. Kaum zu glauben, aber wahr: die Deutsche Telekom zieht am gleichen Tag nach.
Der von der Deutschen Telekom freigegebene Bericht weist für den Betrachtungszeitraum 2013 die von staatlichen Stellen gegenüber der Telekom angeordneten Anschlussüberwachungen sowie die beauskunfteten Verkehrsdatensätze, Teilnehmerbestandsdaten und IP-Adressen aus.
Insgesamt kommt die Deutsche Telekom im Jahre 2013 auf die stolze Anzahl von fast 50.000 überwachten Anschlüssen. Genau sind es 49.796 im Jahre 2013 gewesen.
Der überwiegende Teil dieser Überwachungen fand aufgrund § 100a StPO statt. Nach § 100a StPO darf (auf richterliche oder staatsanwaltschaftliche Anordnung hin) die Telekommunikation durch dazu berechtigte Behörden auch ohne Wissen des Betroffen überwacht und aufgezeichnet werden, wenn bestimmte Tatsachen den Verdacht begründen, dass jemand als Täter oder Teilnehmer eine der schweren Katalogstraftaten des § 100a StPO (bspw. Raub, Erpressung, Mord und Totschlag) begangen, versucht oder vorbereitet hat.
Zum Vergleich: Facebook wurde in einem haben Jahr in Deutschland 1678 Mal angefragt.
Weiterhin gab die Telekom bekannt, dass man 436.331 Verkehrsdatensätze an die Behörden übermittelte, hierzu gehören unter anderem genutzte Dienste, Nummern der Anschlüsse, übermittelte Datenmengen und auch Standortdaten. Die Zahl der Auskünfte über Teilnehmerbestandsdaten betrug 28.162.
Weiterhin teilt man mit, dass man im Rahmen der zivilgerichtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen in insgesamt 946.641 Fällen die Inhaber von IP-Adressen auf Basis von § 101 UrhG an die Behörden weitergab.
Krasse Zahlen.
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