Samstag, 22. März 2014

Google Glass: Brille kann doch bis zu 45 Minuten am Stück unbemerkt das Gegenüber filmen. NSA everywhere, NSA everywear

  

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Google Glass: Die Top Ten Mythen – von Google selbst erklärt
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Die Wenigsten konnten die Google Glass ausprobieren oder gar regelmäßig tragen. Eine Meinung haben dennoch die meisten zu der smarten Brille. Google möchte mit den Vorurteilen aufräumen und hat dazu zehn Punkte entschärft,

Habt ihr schon die Google Glass nutzen können? Wenn nicht, dann werdet ihr aber sicher auch schon viel über die Google-Brille gehört haben und oftmals handelt es sich dabei um Dinge, die eher gegen eine solche Brille sprechen. Viele dieser Punkte haben mit der Privatsphäre zu tun, aber auch der Preis oder der Geek-Faktor von Google Glass sind Gegenstand von Diskussionen, mit denen sich Google nun selbst öffentlich geäußert hat.

Auf Google+ erklärte man nun, dass sich solche Mythen oder Vorurteile leicht verselbstständigen und hat daher zu den zehn wichtigsten Punkten Stellung bezogen.

1. Die Brille lenkt von der realen Welt ab

Das Gegenteil ist laut Google der Fall: Man schaut eben nicht nach unten auf ein Smartphone- oder Tablet-Display, sondern kann die wichtigen Momente des Lebens – Konzerte, eine tolle Aussicht, den eigenen Nachwuchs – uneingeschränkt genießen und nutzt die Brille nur dann, wenn man wirklich möchte.

2. Die Brille ist ständig aktiv und zeichnet alles auf

Üblicherweise ist das Display der Brille – wie beim Smartphone auch – nicht aktiv. Die Video-Funktion ist per Default auf 10 Sekunden eingestellt, wenngleich ihr natürlich länger filmen könnt. Google erklärt, dass die Brille schlicht nicht dafür ausgelegt wird, dass man viel filmt, weil das so ein kleiner Akku gar nicht mitmacht. Würde man ständig filmen, wäre der Akku bereits nach 45 Minuten leer.

3. Besitzer von Google Glass sind allesamt Technik-Freaks und Nerds

Google lässt uns wissen, dass die Explorer Version der Brille wahrlich nicht nur bei totalen Geeks zum Einsatz kommt. Feuerwehrleute, Ärzte, Zoowärter, Eltern und viele mehr nutzen die Brille. Alles Menschen, die an das Potenzial der Brille glauben und oftmals erklären, dass sie viel weniger Tech nutzen müssen, seit die Google Glass nutzen.

4. Glass ist reif für die Massenproduktion

Langsam könnte man das Ding jetzt mal in die Geschäfte bringen, finden viele Leute, aber Google lässt uns wissen, dass es trotz recht hoher Stückzahlen bei der Explorer Version immer noch allesamt Prototypen sind. Das Feedback der Nutzer ist Google sehr wichtig und hat mit dazu beigetragen, dass es in den letzten elf Monaten 9 Software- und 3 Hardware-Updates gab. Man möchte rundum mit dem Produkt zufrieden sein, bevor man launcht und daher sammelt man lieber erst noch Feedback.

5. Glass arbeitet mit Gesichtserkennung

Das dementiert Google energisch. Nur, weil man etwas technisch bewerkstelligen könnte, bedeutet nicht, dass man es dann auch wirklich tut. Solange man die damit einhergehenden Probleme der Gesichtserkennung nicht in den Griff bekommen hat, wird es auch keine Glassware geben, die dieses Feature anbietet. Apps von Drittherstellern werden manuell kontrolliert, so dass auch hier nichts durchschlüpfen kann.

6. Glass verdeckt euer Auge

Eines der größten Missverständnisse ist es, dass das Display euch die Sicht nimmt und euer Auge verdeckt. Dem ist aber nicht so, denn die Anzeige befindet sich oberhalb des rechten Auges.

7. Glass ist das perfekte Überwachungs-Instrument

Auch hier widerspricht Google energisch: Wenn man wirklich jemandem nachspionieren möchte, dann gibt es viel bessere, leistungsfähigere Kameras als die in der Glass – und unauffälligere Instrumente als eine Brille, die man per Voice-Control oder Knopfdruck steuert.

8. Glass ist nur für betuchte Personen

Klar – die Explorer-Ausführung der Brille ist mit 1.500 Dollar sicher kein Schnapper. Aber es handelt sich hier natürlich auch nicht um den Preis, den ihr später mal im Laden dafür hinblättern müsst. Davon abgesehen sind es oft die Arbeitgeber, die die Brille für den jeweiligen Träger angeschafft hat. Ein Google Glass-Träger muss also nicht zwingend viel Kohle auf dem Konto haben.

9. Die Brille ist eh überall verboten

Google erklärt nochmal, dass grundsätzlich für die Brille die gleichen Regeln gelten wie für Smartphones. Wir dürfen auch im Kino nicht den Film mitschneiden, obwohl wir es technisch könnten und auch im Casino dürfen wir keine Bilder machen – dennoch nimmt uns niemand die Smartphones ab. Google gibt zu bedenken, dass es vermutlich auch sicherer ist, jemandem wie beispielsweise Sascha Pallenberg – der Glass kombiniert mit seiner normalen Brille nutzt – darum zu bitten, in der Umkleidekabine seines Fitness-Studios die Brille auszuschalten, statt sie ihm wegzunehmen und ihn blind durch die Gegend stolpern zu lassen.

10. Google Glass bedeutet das Ende der Privatsphäre

Als Kameras Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Mode kamen, gab es auch schon die Befürchtungen, dass das Ende der Privatsphäre gekommen wäre – ebenso, als die ersten Smartphones mit Kameras ausgestattet wurden. Faktisch ändert sich die Art und Weise, wie wir das Geschehen um uns herum festhalten, ein Blick auf YouTube genügt. Auch ohne Google Glass wird die Zahl der Kameras um uns herum immer weiter steigen – ein Ende der Privatsphäre bedeutet das dennoch nicht.

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So, das sind die zehn Punkte, zu denen sich Google erklärt hat. Könnt ihr das unterschreiben oder habt ihr Gegenargumente? Oder habt ihr vielleicht sogar das Gefühl, dass das ein oder andere Vorurteil durch diese Erklärungen entkräftet werden konnte? Hier habt ihr nochmal eine Übersicht über Saschas Google Glass-Artikel, die er im Rahmen seiner Reihe Glasspalast geschrieben hat:

Glasspalast #1 – Endlich ist sie am Start und nun?Glasspalast #2 – Ein Blick in die Zukunft von Google GlassGlasspalast #3 – Saschas Weg ins Buero #throughglassGlasspalast #4 - Google erklaert wie man nicht zum “Glasshole” wird

Glasspalast #5 – Google Glass mit Split Gestell ausgepackt und aufgesetzt

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