Freitag, 8. November 2013

Zwang zu Google+ bei Feedly – Alternativen angekündigt

Zwang zu Google+ bei Feedly – Alternativen angekündigt
http://feedly.com/k/1bfwXLj

Nach der Einstellung des Google Reader sind viele User zu Feedly gewechselt, schließlich war der Wechsel so einfach wie nur denkbar. Da Feedly bereits auf Google Reader als Backend und daher einen Login per Google OAuth setzte, war der Umzug für die User eine Sache von Klicks. Im Hintergrund kümmerte sich Feedly automatisch darum, die Feeds vom Reader auf das neue Backend zu ziehen.

Die Authentifizierung per Google OAuth ist auch nach dem Ende des Google Reader beibehalten worden. Inzwischen möchte Google aber alle User auch zu Nutzern des eigenen Social Networks Google+ machen und wechselt von Google OAuth zu einem Login per Google+ – die Ankündigung von Feedly, diesen Schritt mitzugehen hat einiges an Widerspruch hervor gerufen. Nicht wenige wollen zwar einzelne Dienste von Google nutzen, aber trotzdem auf Google+ verzichten. Den zunehmenden Zwang zumindest als Karteileiche dort präsent zu sein mag man von Google selbst noch hinnehmen, aber wenn sich Dritte daran beteiligen, dann ist Widerspruch zu erwarten.

Im Laufe des Monats wird der Wechsel vom Login per Google OAuth zu Google+ erst auf der Website von Feedly und dann in den Apps für Android und iOS vollzogen. Natürlich soll der Wechsel auch neue Sharing-Möglichkeiten bringen, glücklich sind trotzdem nicht alle User damit. Aber für diese sollen im Laufe der kommenden 7 Wochen Alternativen geschaffen werden: Twitter, Facebook und WordPress.com sollen als weitere Login-Optionen angeboten werden. Man wird dann sehen, inwieweit man die verschiedenen Mechanismen dann verknüpfen oder zumindest wechseln kann.

Man könnte auch fragen, ob Feedly nicht besser beraten wäre langfristig ein eigenes Authentifizierungssystem aufzubauen, das dann mit externen Accounts verknüpft werden kann, andererseits will sich das Unternehmen vielleicht auch nicht mit noch merh Verantwortung für Benutzerdaten belasten. Wo Zugänge gespeichert werden, da wird auch versucht an diese Daten heran zu kommen.

Aber eines ist damit wieder einmal bewiesen: Wer sich an einen bestimmten Cloud-Anbieter bindet, der muss im Zweifel auch mit Entscheidungen klar kommen, die einem nicht gefallen. Aber es gibt ja immer noch Alternativen.

shared via http://feedly.com

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen