Freitag, 15. November 2013

Nach Gerichtsurteil: Google darf alle Bücher dieser Welt digitalisieren

Nach Gerichtsurteil: Google darf alle Bücher dieser Welt digitalisieren
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Nach einem Gerichtsurteil darf Google nun Millionen Bücher digitalisieren und online durchsuchbar machen. Der zuständige Richter sprach davon, dass das Vorteile für die Allgemeinheit habe.

Schon seit vielen Jahren sind die Google Books den US-Autoren der Autorenvereinigung Author's Guild ein Dorn im Auge. Google hat 2004 damit begonnen, unzählige Bücher zu digitalisieren und sie auszugsweise öffentlich zugänglich zu machen. Die Autoren haben das Gefühl, dass sich Google ihre Werke aneignet und die kommerzielle Verwertung ihrer Werke beeinträchtigt würde. Deshalb klagte man gegen Google, konnte aber letztendlich Richter Denny Chin nicht überzeugen. Die Klage wurde nun abgeschmettert, der Richter begründete dies u.a. durch die Vorteile, die sich für die Allgemeinheit ergebe. Leonhard Dobusch hat bei Netzpolitik.org einige der Vorteile zusammengefasst, die sich aus Googles Buch-Projekt ergeben:

Google Books sei ein neuer und einfacher Weg um Bücher zu findenEs macht Millionen von Büchern durchsuchbarGoogle Books habe sich zu einem Forschungswerkzeug entwickeltEs vereinfacht die Überprüfung von Zitaten und QuellenangabenDer Zugang zu Büchern wird erweitert und Bücher werden dadurch dauerhaft verfügbar gehalten

Seit acht Jahren läuft dieser Streit zwischen Autoren und Google und ist mit Sicherheit auch noch nicht ausgestanden. Der Autorenverband hat bereits angekündigt, dass man das Urteil anfechten wolle.

Ich bin gespannt, ob es dabei dann zu einer anderen Entscheidung kommen wird, nachdem das Gericht jetzt befunden hat, dass es sich bei Google Books um eine angemessene Verwendung (fair use) handle. Persönlich begrüße ich das Urteil, weil ich ebenfalls der Meinung bin, dass es ein Segen für uns ist, ein solches Archiv durchsuchbar zu haben. Die Bücher sind nicht komplett einzusehen, sondern nur Ausschnitte daraus. Daher glaube ich, dass es nur ein weiteres Schaufenster ist, in welches die Werke der Autoren gestellt werden: Gefällt mir das, was ich dort in Auszügen lese, werde ich eher zum Buchhändler meines Vertrauens marschieren, als wenn ich nur eine knappe Inhaltsangabe bei Amazon lese. Somit dürfte es eher den Umsatz fördern, anstatt ihn zu gefährden. Wie ist eure Meinung dazu? Böse Datenkralle Google oder Wohltäter Google – oder irgendwas dazwischen? Hier habt ihr übrigens das komplette Dokument mit der Urteilsbegründung:

 

Google Books ruling on fair use.pdf by jeff_roberts881

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