Finne will Nokia-Deal mit Microsoft stoppen
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Nokia war einst finnischer Nationalstolz – bis das Unternehmen ins Straucheln geraten ist. Man hat Apple und das iPhone unterschätzt, den Anschluss an den Markt verpasst, Verluste eingefahren und wurde von der Konkurrenz abgehängt. Das vorläufige Ende ist bekanntlich die Übernahme der Mobilfunksparte durch Microsoft.
Der ehrgeizige Finne Juhani Parda möchte das noch verhindern, schreibt Spiegel Online. Er will das Unternehmen im Heimatland behalten und es wieder profitabel machen. Für dieses Unterfangen braucht Parda allerdings noch ein paar Milliarden Dollar – und damit einen Finanzpartner, um das Angebot von Microsoft zu übertrumpfen.
Parda ist der Meinung, dass Nokia deutlich unter Wert an Microsoft verkauft wird. In nur drei Jahren will er das Unternehmen unter dem neuen Namen Nokita wieder in eine Goldmine verwandeln. In der kurzen Zeit soll der Unternehmenswert auf 23 Milliarden Euro gesteigert werden, womit die angestrebte Investitionssumme von 7,5 bis 8 Milliarden Euro fast verdreifacht würde. Vom nötigen Investitionsbetrag werden übrigens 5,5 bis 6 Milliarden Euro für die Übernahme des Unternehmens benötigt. Der Rest soll der Finanzierung des Übergangs von Nokia zu Nokita dienen.
Wir sind uns nicht ganz sicher, ob Parda einfach nur extrem ehrgeizig oder schlicht größenwahnsinnig ist. Selbst wenn Microsoft sich den Nokia-Deal überraschend durch die Finger gehen lassen würde, klingen die Aussagen über die künftigen Produkte im Pitch doch etwas zu wenig durchdacht. So sollen die Nokita-Geräte endlich wieder cool sein und das Beste aus allen Mobilfunkwelten zusammenführen. Als Betriebssystem sollen verschiedene Optionen zum Einsatz kommen. Parda zufolge könnten auf einem Smartphone sowohl Android und Windows Phone, ja sogar //www.techstage.de/thema/iOS:iOS laufen – viel Glück bei den Verhandlungen mit Apple.
Wer mal eben ein paar Millionen bis Milliarden Euro übrig hat und Nokia-Fan oder schlicht Liebhaber der finnischen Kultur ist, kann es ja auf einen Versuch ankommen lassen und in Nokita investieren. Wir hätten da aber auch noch ein paar andere Ideen, was man mit dem Geld machen könnte.
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