Samstag, 19. Oktober 2013

Sony Xperia Z1 im Test: Todschickes Topmodell für Tieftaucher

Sony Xperia Z1 im Test: Todschickes Topmodell für Tieftaucher
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Sonys CEO Kaz Hirai hat auf der IFA 2013 das Xperia Z1 vorgestellt. Im Zuge der Ankündigung des neuen Topmodells betonte er, dass man es als Resultat der neuen Firmenphilospophie „One Sony" zusammenfassen kann. Man wolle als ein Unternehmen an Produkten arbeiten, die aus den besten Technologien und Innovationen der einzelnen Unterabteilungen hervorgebracht werden können. Mit dem Sony Xperia Z1 habe man das Beste aus Kamera- und Display-Entwicklung in einem Gerät vereint. Ob dieses Amalgam von Erfolg gekrönt ist, erfahrt ihr in unserem umfangreichen Testbericht.

Sony baut optisch sehr ansprechende Geräte, die sich hinter denen der Konkurrenz kaum zu verstecken brauchen – auch das Xperia Z1 gehört dazu. Zudem bemüht sich das Unternehmen seit geraumer Zeit um ein gutes Verhältnis zur Android-Entwickler-Community, was sehr löblich ist. Woran es dem japanischen Unternehmen aber bisher mangelte, waren Smartphones, die dem aktuellen technischen Stand entsprechen. Sony lief diesbezüglich Herstellern wie Samsung, HTC und LG mittlerweile hinterher. Mit dem Xperia Z (Test) konnten die Japaner erstmals aufschließen – hier kam erstmals ein performanter Quad-Core-SoC zum Einsatz, was Anfang 2013 nur wenige Geräte boten. Mit dem verbauten Full HD-Display gehörte Sony zu den ersten, die auf diese Technologie in mobilen Geräten setzen, wenngleich der Rest der Hersteller flugs nachzog – und qualitativ mitunter höherwertige einsetzte.

Nur neun Monate später folgt nach dem guten, aber nicht herausragenden Xperia Z das Xperia Z1. Dieses soll an vielen Ecken verbessert worden sein, um die Schwachstellen, die am Vorgänger kritisiert wurden, auszubügeln. Leider gelingt Sony das nur teilweise, dazu aber mehr im Laufe unseres Testberichts.

Wir haben das Sony Xperia Z1 in der schwarzen Version über einen Zeitraum von drei Wochen getestet. Zum Einsatz kam dabei die in diesem Zeitraum aktuellste und auf Android 4.2.2 basierende Firmware-Version 14.1.G.1.534.

Sony Xperia Z1 im Video

Bevor wir es ans Eingemachte geht, folgen eine Reihe an Hands-On-Videos, die das Sony Xperia Z1 in Aktion zeigen. Im ersten Clip gibt es eine kleine Tour rund um das Gerät sowie ein paar Einblicke in die Nutzeroberfläche, weitere Videos gibt es unten im Artikel.

Sony Xperia Z1 im Hands-On-Video

(YouTube-Direktlink)

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Optik, Haptik und Verarbeitung des Sony Xperia Z1

Sony hat sein markantes Industriedesign, das mit dem Xperia Z eingeführt wurde, in diesem Jahr bei nahezu allen vorgestellten Geräten konsequent beibehalten. Auch beim neuesten Streich, dem Xperia Z1, bleibt sich Sony dahin gehend treu. Das Gerät wirkt mit seiner planen Vorder- und Rückseite aus gehärtetem Glas sehr elegant, dabei aber alles andere als fragil. Während das Xperia Z1 bezüglich seiner Ästhetik nahezu seinem Vorgänger entspricht, hat Sony dem neuen Modell trotzdem einen stabileren Rand verpasst, sodass als Einfassung und zur Formgebung kein Glas bzw. Kunststoff mehr zu finden ist, sondern ein gebürsteter Aluminiumrahmen, der aus einem Stück Metall gefräst wurde. Dank der abgerundeten Ecken und Kanten des Rahmens fasst sich das Z1 weit besser und „robuster" an als der Vorgänger, zudem mutet es noch eine Prise hochwertiger an. Aufgrund des verbesserten Rahmens und mutmaßlich auch wegen des 3.000 mAh-Akkus ist das Xperia Z1 ein wenig dicker und schwerer als das Xperia Z: es misst 144,4 x 73,9 x 8,5 Millimeter und bringt 170 Gramm auf die Waage – das Xperia Z hingegen ist 139 x 71 x 7,9 mm groß und wiegt 146 Gramm.

Wie bei nahezu allen der Xperia-Modellen ist auch das aktuelle Flaggschiff IP55- und IP58-zertifiziert und damit staub- und wasserresistent. Aus diesem Grund sind nahezu alle Anschlüsse – abgesehen von der Audiobuchse – mit Verschlusskappen versehen. Ferner dienen die Abdeckungen, die im gleichen Farbton gehalten sind wie der Rest des Rahmens, der optischen Kontinuität.

Vorn wie hinten ist das gehärtete Glas im Übrigen mit einer zusätzlichen Schutzfolie aus Kunststoff versehen, wie es bereits beim Xperia Z der Fall war. Zu sehen ist dieser zusätzliche Film indes nur, wenn man genau hinschaut. Allerdings fabriziert die Schutzschicht eine gewisse statische Aufladung und lässt das Z1 teils wie einen Staubfänger erscheinen – vor allem, wenn man es in seiner Hosentasche trägt. Diese Erscheinung lässt nach eigenen Erfahrungen mit der Zeit jedoch etwas nach, dennoch bleibt es ein kleiner Staubmagnet.

Die Anordnung der Anschlüsse und Buttons ähnelt der anderer aktueller Xperia-Modelle: So befindet sich die Audiobuchse links oben auf dem Gerät. Diese ist trotz der IP-Zertifizierung offen – sie wurde von innen versiegelt. Dies ist eine mehr als sinnvolle Verbesserung, schließlich gehört dieser Port gehört wohl zu denen, die am häufigsten verwendet werden – eine Kappe wäre da nur störend. Trotz der Verbesserungen im Detail ist an diesem Anschluss etwas zu bemängeln, denn durch den abgerundeten Gehäuserahmen schaut die Buchse nach vorn wie nach hinten ein paar Millimeter hervor. Dies wäre nicht weiter schlimm, doch fühlt sich der leicht entgratete Rand immer noch etwas scharfkantig an und beißt sich so mit dem weichen Alurahmen.

Kommen wir zur rechten Seite des Xperia Z1: Zuoberst findet man hinter einer Klappe den Slot für die micro SIM-Karte. Der darin befindliche Schlitten, auf dem die SIM-Karte Platz findet, besteht aus recht weichem Kunststoff, der dem Gesamterscheinungsbild des Phones nicht ganz entspricht – alles wirkt absolut hochwertig und edel, der Tray besteht indes aus fummeligem, flexiblem Plastik. Sicherlich ist dies Meckern auf hohem Niveau, dem Tester ist es im Laufe des Tests allerdings negativ aufgefallen, da selbst das vergleichsweise günstige Nexus 4 über einen stabileren und höherwertigen SIM-Karten-Träger verfügt. Auf die Testnote wirkt sich dieses Details selbstredend nicht negativ aus.

Auf der rechten Gehäuseseite hat Sony aber mehr als den versteckten SIM-Karteneinschub platziert – auch der Power-Button ist hier verortet. Dieser trägt wie alle Modelle der 2013er Xperia-Klasse seine markant runde Form, ist im Vergleich zum dem des Xperia Z aber ein Stück geschrumpft worden. Direkt darunter hat Sony die schlanke Lautstärkewippe angebracht. Last but not least hat Sony seinem neuen Topmodell einen dedizierten Kamerabutton verpasst, mit dem sich die Kamera auch aus dem Standby binnen weniger Augenblicke knipsbereit machen lässt – ein wunderbares Feature, das Microsoft nicht ohne Grund bei seinen Windows Phones als Standard fordert. Die Druckpunkte aller mechanischen Buttons sind gut definiert.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Geräts sind keinerlei Knöpfe zu entdecken – lediglich der Slot für eine micro SD-Karte sowie den Micro-USB-Port und einen proprietären Dock-Anschluss hat Sony hier angebracht. Zwar ist dank des großzügig bemessenen Akkus die Laufzeit mehr als akzeptabel, sodass man nicht unbedingt jeden Tag die Steckdose aufsuchen muss, jedoch ist jedes Abnehmen der USB-Abdeckung nervig. Um diesem regelmäßigen „Gefummel" aus dem Weg zu gehen, kann man sich für 30 Euro Sonys Docking-Station zulegen, auf die man ganz bequem das Phone zum Aufladen legen kann.

Wie an der Anbringung des Lautsprechers zu erkennen ist, lernt Sony aus seinen Fehlern. Beim Xperia Z war der kleine Brüllwürfel seitlich direkt unterhalb der Lautstärkewippe verbaut. Diese Position war mehr als unpraktisch, denn besonders Rechtshänder hatten das Problem, dass dieser durch den Handballen kurzerhand abgedeckt war – entsprechend dumpf war das Sounderlebnis.  Beim Z1 sitzt der Lautsprecher nun auf der Unterseite, sodass das Risiko des versehentlichen Abdeckens geringer ist.

Auf der Rückseite des Z1 geht es spartanisch zu: lediglich die 20,7 MP Lens-G-Kamera mitsamt LED-Licht, sowie ein NFC-Logo, ein mittiger Sony- und Xperia-Schriftzug (ganz unten) sind zu finden. Frontseitig verhält es sich ähnlich: Ist das Display ausgeschaltet, so wirkt das Gerät wie ein schwarzer Monolith mit Sony-Logo und einer kleinen Frontkamera daneben. In der kaum ins Auge fallenden Aussparung für den Hörer versteckt sich das LED-Licht für Benachrichtigungen – dieses leuchtet je nach Nachrichtenquelle in verschiedenen Farben und dann, wenn man es auflädt.

Schaltet man das Display des Z1 ein, erkennt man, dass der Rahmen des Gerätes in Relation zur Displaygröße, verglichen zu anderen aktuellen Modellen wie dem LG G2 (Test) oder dem Galaxy Note 3, enorme Ausmaße besitzt. Durch dieses Design erinnert es mehr an ein Modell vom Jahresanfang denn eines von Ende 2013 – dieser Zeitraum mag vielleicht nicht sonderlich lang klingen, seit Anfang dieses Jahres ist bautechnisch allerdings eine Menge in der schnelllebigen Smartphone-Branche passiert. Das Xperia Z1 wirkt beinahe schon ein wenig „altbacken", wenngleich aktuelle Technik im Innern schlummert.

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Das Display des Xperia Z1

Kommen wir zur zentralen Element des Xperia Z1, dem 5 Zoll in der Diagonale messenden Full HD-Triluminos-Display mit Sonys X-Reality Engine-Technologie. Dieses entstammt laut Sony aus der Fernseh-Division und kann somit als eine der Säulen der „One-Sony"-Philosophie verstanden werden. Bereits beim Xperia Z war dies der Fall, jedoch riss uns der Screen dieses Modells ob der blassen Farben und der schlechten Blickwinkel alles andere als vom Hocker. Im Sommer kam dann allerdings das Xperia Z Ultra (Test), das mit seinem brillanten Display durchaus begeistern konnte. Mit diesem, für die meisten Nutzer wohl zu großen Gerät, hat Sony bewiesen, dass das Unternehmen dazu in der Lage ist State-of-the-Art-Displays herzustellen, die nicht nur beim direkten Draufsehen brillante Farben und Kontraste hervorbringen, sondern auch bei spitzen Blickwinkeln.

Angesichts dieser Entwicklung hatten wir gehofft, dass Sony displaytechnisch nun auf dem richtigen Weg ist – und so erwarteten wir vom Xperia Z1 ähnliche Resultate. Leider wurden wir ob unserer hohen Ansprüche ein wenig enttäuscht, denn auch wenn der Screen des Sony Xperia Z1 eindeutig besser ist als der des Xperia Z, entspricht er nicht dem geradezu überwältigenden Bildschirm des Z Ultra, wobei wir hoffen, dass das angekündigte Update, das auch eine Rekalibrierung des Displays für das Z1 an Bord haben soll, ein wenig Besserung bringt.

Kommen wir zu den Eigenschaften des Xperia Z1-Displays, das natürlich auch nicht so

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