sobooks – eBooks sozial lesen
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Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen man eBooks mangels geeigneter Lesegeräte zwingend auf Papier ausdrucken und in dieser Form verkaufen musste, grundsätzlich an der Art zu lesen hat sich seit dieser Zeit aber nur wenig. Das will sobooks ändern.
Egal ob auf Papier, mit dem Tablet oder spezialisierten eBook-Readern: Gelesen wird vornehmlich alleine und über das Gelesene wird an anderen Stellen gesprochen und diskutiert. Das ist einer der Punkte, die das neue Projekt von Sascha Lobo und Christoph Kappes ändern möchte. Im Interview mit der Zeit beschreibt es Sascha kurz so:
Im Unterschied zu anderen Plattformen stehen bei Sobooks die Kommentare genau an der Stelle im Buch, auf die sie sich beziehen. Und man kann diese Diskussion jederzeit nach außen tragen: Man kann einzelne Seiten verlinken und diese Links überall einbinden. Wie im Internet eben. Oder man kann andere Leute zu einer Diskussion ins Buch einladen. Oder als Autor selbst in das Buch hineingehen und mitdiskutieren.
Aktuell ist sobooks in einer geschlossenen Beta-Phase und in dieser sind bislang noch nicht alle geplanten Features umgesetzt, daher ist das alles erst einmal nur eine Sammlung von Ideen, die aber durchaus interessant sind, aber auch logisch sind. Neben dem Kommentieren von Büchern sollen Autoren auch die Möglichkeit bekommen Buchprojekte vorzustellen und dann über Vorbestellungen zu finanzieren. Laut Sascha dann „Crowdfunding ohne den Beigeschmack des Bettelns".
Ob alle gewünschten Features am Ende auch umsetzbar sind, wird vor allem von den Verlagen und den Autoren abhängen. So soll es – wenn die jeweiligen Rechteinhaber mitspielen – Bücher auch als DRM-freies, aber mit Wasserzeichen markiertes PDF oder ePub heruntergeladen werden können, um offline lesen zu können. Aktuell ist das ganze System inklusive dem Reader in HTML5 als Online-Webanwendung umgesetzt. Es soll in Zukunft aber auch Apps für Android und iOS mit Offline-Modus geben.
Bis zum öffentlichen Launch der Plattform zur Leipziger Buchmesse im März 2014 wird noch weiter entwickelt und experimentiert. Vor allem müssen noch weitere Verlage ins Bott geholt werden. Zwar sind neben einer Reiher kleinerer Verlage auch schon Random House, Rowohlt und Ullstein mit im Boot, wie viele eBooks und mit welchen Features sie aber jeweils über die neue Plattform anbieten wollen wurde noch nicht verraten.
Persönlich bin ich sehr gespannt auf die Plattform, nachdem ich in den letzten Jahren dank iPad wieder deutlich mehr und häufiger lese, als in den Jahren zuvor, einfach weil es bequemer ist und ich immer zumindest alle meine inzwischen recht beachtliche Sammlung an eBooks im Zugriff habe. Eine Plattform, auf der zum Lesen auch das das Diskutieren und Entdecken dazu kommt, könnte dazu führen, dass ich bald noch mehr Zeit mit Büchern verbringe, nur eben nicht mehr nur lesend.
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